Facharzt für Allgemeinmedizin - Anästhesiologie - Dr. Michael Rohrhurst - 26409 Wittmund

Migräne

Migräne –Tabletten sind keine Lösung

Kennen Sie das?

Oualvolles, Stechen und Pochen an den Schläfen, im Nacken, hinter den Augen. Licht und Geräusche verstärken die Pein. Es ist Ihnen speiübel. Sie würden alles darum geben, wenn diese Marter zu Ende wäre? 

Migränepatienten leiden oft ein Leben lang, stets auf der Suche nach dem erlösenden Mittel oder nach einem Arzt, der ihnen hilft.

Die Akupunktur – heute bereits von vielen Ärzten mit spezieller Zusatzausbildung praktiziert  kann bei der Behandlung der Migräne besonders gute Erfolge aufweisen.

Gerhard Banz (Name von der Redaktion geändert), 46 Jahre alt, arbeitet als Dispo

Familienbetrieb Er verdient gut, wohnt in einem hübschen Reihenhäuschen mit Garten und fährt mit Frau, drei Kindern, Hund und Katze ein glückliches Familienleben. Kurzum, alles könnte perfekt sein, wären da nicht die furchtbaren Kopfschmerzen, von denen Gerhard Banz zwei bis dreimal im Monat heimgesucht wird. Er kennt die se Schmerzen seit seiner Jugend. Anfänglich traten sie nach dem Fußballspielen und nach anderen körperlichen  Anstrengungen auf. Später trieb er kaum noch Sport, doch die ständig wiederkehrenden Schmerzen blieben ihm. Sein Hausarzt schickte ihn zu den verschiedensten Fachärzten. Mehrfach ließ er sich gründlich durchchecken. Gefunden wurde letztlich nichts.

Die Diagnose lautete: Migräne.

Was ist Migräne?

Charakteristisch sind einseitige, heftige Kopfschmerzen, die von Übelkeit und Brechreiz sowie Licht und Lärmempfindlichkeit begleitet werden. Ein Migräneanfall kann unterschiedlich lang andauern. Bei manchen der Betroffenen sind die Schmerzen bereits nach vier Stunden verschwunden, bei anderen halten sie mehrere Tage an. Bei einigen Patienten kündigt sich ein Anfall durch die so genannte"Aura" an. In dieser, einige Minuten bis ungefähr eine Stunde dauernden Phase können Sehstörungen auftreten, die vom Flimmern vor den Augen bis zum vorübergehenden Ausfall der Sehkraft reichen.

Tabletten sind keine Lösung

Gerhard Banz bekämpfte seine Schmerzen mit den üblichen Migränemitteln. Er bemühte sich, einen bevorstehenden Anfall frühzeitig zu erkennen, weil die Tabletten nur halfen, wenn er sie einnahm, sobald er ein leichtes Ziehen im Nacken spürte. Oft waren die Schmerzen aber schon da, wenn er morgens aufwachte, und dann musste er sie wohl oder übel aushalten, bis sie von selbst wieder verschwanden.

Was sind die Auslöser?

Vom Nahrungsmittel bis zum Wetter  die Palette der Migräneauslöser ist breit. Auch ein plötzlich verändertes Essverhalten, zum Beispiel eine Schlankheitsdiät oder das abrupte Absetzen von Kaffee, kann die Schmerzen bewirken. Hormonveränderungen kommen ebenfalls als Ursache in Frage. Deshalb beobachten viele Frauen, die unter Migräne leiden, einen Zusammenhang mit ihrer monatlichen Periode.

Wetterumschwünge und Klimawechsel als Ursache sind seltener als oft angenommen. Umfragen haben gezeigt, dass zwar jeder zweite Patient Luftdruckabfall, Wetterwechsel und Föhn für seine Anfälle verantwortlich macht. Aber die Auswertung der bei klinischen Reihenuntersuchungen von Patienten geführten "Schmerztagebücher" (Aufzeichnung der Patienten zu Art, Schwere und Häufigkeit sowie eventuellen Auslösern der Anfälle) kam zu dem Ergebnis, dass sich nur bei drei Prozent der Untersuchten ein Zusammenhang zwischen Migräne und Wetterlage herstellen ließ.

Schlafmangel, Stress, Ärger, Enttäuschungen, emotionale Ausnahmesituationen, das sind weitere Migräneauslöser. Aber auch Umweltreize wie Lärm, Kälte oder Zigarettenrauch können Ursache sein.

Der Körper fordert sein Recht

Interessant ist, dass bei einigen Betroffenen die Migräne selten in Stresssituationen auftritt. Gerade Menschen, die am Arbeitsplatz stark unter Druck stehen, bekommen die Schmerzen erst, wenn der Stress vorbei ist. Der Körper hält durch bis zum Ende der Hochleistungsphase. Am Wochenende aber, wenn die privaten Vorlieben, Familie und Freunde zu ihrem Recht kommen sollen und Erholung angesagt ist, gibt er nach. Dann entlädt sich die geballte, aufgestaute Anspannung, und die Migräne schlägt zu.

Lässt sich das Übel an der Wurzel packen?

Die Schulmedizin beschränkt sich in der Behandlung von Migränepatienten auf die Gabe verschiedenster Medikamente. Doch mit diesen lassen sich allenfalls die akuten Schmerzen lindern. Sie packen das Übel nicht an der Wurzel, das heißt, bei der nächsten Gelegenheit muss man wieder Tabletten schlucken oder sich eine Spritze geben lassen. Außerdem sind diese Medikamente oft mit Nebenwirkungen verbunden, beispielsweise mit Übelkeit und Erbrechen. Schlimmer noch: Heute ist bekannt, dass sie bei längerer Einnahme ihrerseits Kopfschmerzen auslösen oder verstärken können. Die Mediziner nennen das "ReboundEffekt".

Mit Akupunktur die Migräne im Griff

Auch Gerhard Banz machte die Erfahrung, dass die ständige Tabletteneinnahme seine Kopfschmerzen im Endeffekt noch verschlimmerte. Schließlich hörte er davon, dass die Akupunktur bei Migräne helfen kann. Er ließ sich von einem Allgemeinmediziner behandeln, der eine Spezialausbildung in Akupunktur hatte.

Die Therapie war erfolgreich. Die Migräneanfälle wurden immer seltener und blieben schließlich ganz aus.

Bei Migräne ist die positive Energie blockiert

Was der westliche Mediziner mit Durchblutungsstörungen im Gehim im Gefolge heftiger Gefäßkrämpfe und anschließender Erschlaffung erklärt, ergänzt die chinesische Schule der Medizin aus ihrer Sicht durch eine mit den Jahrhunderten gereiften Theorie der Körpermeridiane: Nach dieser Vorstellung können immer wieder auftretende (chronische) Kopfschmerzen und Migräne auf einer Stauung de s"Chi" oder "Oi" (sprich: schi) beruhen, also einer Blockade der positiven Lebensenergie, die über Kanäle oder Leitbahnen  eben besagte Meridiane  unseren Körper durchfließt. "Chi", das regulierende Gleichgewicht der entgegengesetzt wirkenden Kräfte Yin und Yang, gerät aus den Fugen  und mit ihm Gleichmut, Harmonie und Wohlbefinden des Körpers.

Was kann Akupunktur für Sie leisten?

Bei Kopfschmerzen, Übelkeit, Schweißausbrüchen und Muskelkrämpfen ist eine Akupunkturbehandlung besonders Erfolgversprechend. Der Körper

entspannt wohltuend, und das Nervensystemwird wieder empfänglich für Heilung fördernde, positive Reize. Helfen kann die Behandlung aber nicht nur bei migränebedingtem Kopfschmerz. Auch bei Spannungs- und unfallbedingtem Kopfschmerz oder bei Bluthochdruck und Schlafstörungen leistete sie wertvolle Dienste.

Gute Erfolgsaussichten bei chronischen Schmerzen

Zwischen fünfzig und siebzig Prozent aller Patienten mit chronischen Schmerzen berichten nach einer Akupunkturbehandlung von spürbarer Verbesserung ihres Befindens, nicht wenige von dauerhafter Linderung oder Schmerzfreiheit. Bedenken Sie, dass sich die Wirkung der Therapie anfänglich zögernd und erst nach mehreren Sitzungen voll entfaltet!

Eine Faustregel besagt, dass bei Patienten mit chronischen Leiden spätestens nach der achten Behandlungssitzung eine deutliche Wirkung spürbar wird . Sie brauchen die Behandlung ohne entsprechende Heilerfolge nicht über die zehnte Woche hinaus fortsetzen. Wie immer bei Gesundheitsfragen kommt es auch hier auf die kluge und umsichtige Wahl eines vertrauenswürdigen Spezialisten an.